Interview: Claudia Morgenroth, Lebensberaterin. “Lasse dich führen von deinem Herzen”

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Ihr Lieben! Neuer Monat! Und ein neues Interview im Februar geht online. Die Lebensberaterin Claudia Morgenroth stand Rede und Antwort. Sie ist selbständig, lebt und arbeitet in ihrer neuen Heimat Bamberg. Ob sie Außenstehenden ein Coaching empfehlen würde? Uns eine Lebensweisheit schenkt? Worüber sie lacht und worüber sie stolz ist, könnt Ihr alles jetzt nachlesen. Viel Spaß beim Lesen!

1. Stell dich doch bitte den Lesern kurz vor.

Mein Name ist Claudia Morgenroth. Ich bin Ganzheitliche mediale Lebensberaterin. Ich biete Hilfe und Begleitung für Körper, Geist und Seele. Es ist meine Berufung Menschen in ihr Potential, in die wahre Größe ihrer Seele zu führen. Die Menschen ihre ganz eigene Schönheit erkennen zu lassen, ihre innere Stimme und Weisheit wieder hören zu lassen. Ich sehe mich als Mentorin auf ihren individuellen Herzensweg, auf den Weg zu sich Selbst.

2. Wie kamst Du zum Coaching? Was hat dich inspiriert?

Zuerst natürlich meine Kindheit, meine Jugend, mein Erleben als junge Frau. Meine kaufmännische Ausbildung und jahrelange Arbeit mit Kunden. Die Arbeit mit Kunden habe ich immer sehr geliebt. Die Erkenntnis, was das System der Schuld mit Menschen macht. Meine Verbindung zu Natur und zu Tieren. Meine Verbindung zu “Gott” und Mutter Erde. Der Verlust meiner Freundin aus Kindheitstagen durch Krebs. Die Erfahrung, als ich meinen damaligen Mann bei einem schweren Herzinfarkt das Weiterleben ermöglichen konnte. Das Erleben meines Ex-Mannes im Wachkoma nach einem zweiten Herzinfarkt. Die Erkenntnis, dass Mensch sich selbst oft der größte Feind sind. Dass Menschen durch hinderliche Glaubenssätze, Einsamkeit, Ängsten und Traumen sich ihre ganz eigene Hölle erschaffen können. Durch die Erfahrung, dass Menschen mit dem Annehmen, Fühlen und Integrieren ihrer Vergangenheit, ihrer Schattenseiten heilen können und letztendlich mein eigener Prozess auf diesen Weg.

3. Was bringt Außenstehenden, wie z.B. mir, ein Coaching?

Da müsste ich jetzt erst nachfragen. Was meinst Du mit Außenstehenden? Coaching gibt es für alles Mögliche. Braucht es einen Trainer für den Körper, für die Fitness? Braucht es einen Coach, wie man sich im heutigen Berufsleben zurecht findet? Oder wie man sich gesund oder vegan ernährt? Einen Coach für Online-Marketing? Einen Persönlichkeitstrainer? Einen, der Verkäufer schult? Einen Berater, der hilft sich selbständig zu machen? Coaching ist ein Massenphänomen geworden. Gefühlt gibt es Coaches für alles, für jeden und vor allem wie Sand am Meer. Genauso wie der Begriff des “Experten” plötzlich überall auftaucht. Nun, das ist der Lauf der Zeit. Ich würde mir an deiner Stelle überlegen, wo du einen Mangel oder Ängste hast, bei welchem Thema du gerne Hilfe in Anspruch nehmen würdest. Dann siehe dich um und folge deinem Herzen. Nicht jeder Coach ist für jeden geeignet. Da Coach kein geschützter Begriff ist, treibt sich auf diesen Markt alles rum. Echte Experten und solche die meinen, sie seien es, nur weil sie zwei Bücher gelesen haben. Coaching für die Seele, für geistiges Wachstum und Bewusstheit hat genauso seine Daseinsberechtigung wie ein persönlicher Fitnesstrainer. Oft ist es schlicht eine Frage des Alters. Mit 20 Jahren will und braucht man etwas anderes vom Leben als mit 30, 40, 50 oder älter. Eine Beratung und Begleitung um seelisch, menschlich und spirituell zu reifen, ist nie verkehrt. Was du in jungen Jahren schon an Bewusstsein und Eigenverantwortung erlernst, brauchst du nicht durch schmerzhafte Erfahrungen später wieder zu heilen. Bewusstsein schafft Realität. Je selbstzentrierter und bewusster du dein Leben führst, desto weniger fügst du dir und anderen unbewusst Verletzungen zu. Damit sollte die Frage beantwortet sein, welchen Nutzen ein Coach hat.

Mein Rat, lasse dich führen von deinem Herzen. Fühle deine Gefühle und nimm die Themen an, die das Leben dir aufgibt. Wenn du nicht weiter kommst, weil dein Leben dir schmerzhaft zeigt, dass etwas nicht stimmt, weil dein Körper vielleicht schon den Mangel manifestiert hat, dann mache dich auf die Suche nach einem Coach. Bitte um Führung und lasse dich leiten. Dann wirst du dem Menschen begegnen, vielleicht nicht auf den ersten Versuch, aber auf den zweiten, der dir hilft. Es ist ein Gesetz der Resonanz, welcher Mensch bei welchem Coach landet. Auf den zweiten Blick kann auch ein vermeintlich schlechter Coach ein guter Coach sein, sofern du willens bist, dir ebenfalls die ungewünschten Geschenke anzusehen. Fazit: Folge deinem Herzen!

4. Wohin gehst du, wenn du bei dir sein willst. 

Da ist in akuten Notfällen zuerst immer die Toilette. Dann natürlich mein Bett. Wenn es heftig ist und ich zuhause bin, auch das Hinstellen vor dem Vogelkäfig, in dem oder auf dem meine beiden Lichtarbeiter (Wellensittiche) sitzen und mir einfach nur ihre unaufgeregte Präsenz und bedingungslose Liebe zeigen. Wenn ich kann, in der Natur, das ist natürlich die schönste und einfachste Möglichkeit. Es geht auch in der Stille einer Kirche. Ich finde in der Regel immer eine kleine, kurze Möglichkeit, alleine mit mir zu sein.

5. Reach to the stars: Wo siehst du dich in 5 Jahren?

Geschätzt, gefragt und bekannt als Mediale Beraterin. Voll integriert als Bamberger Bürgerin. Ich möchte MEIN Leben führen und in Liebe und Wahrheit, Weisheit, Reinheit und Klarheit leben.

6. Warum würdest du jedem ein Coaching empfehlen?

Das würde ich nicht. Es gibt Menschen, die von sich aus so in “Gott”, im Hier und Jetzt sind. In der Annahme mit allem was ist und in Dankbarkeit. Was sollen die mit einem Coach? Das sind leider bis jetzt wenige.

Jeder Andere kann durch ein Coaching mehr und mehr zu sich selbst kommen, in die Selbstliebe, in Eigenverantwortung. Eigenverantwortung zu übernehmen ist die Voraussetzung, Dinge zu ändern. Durch Selbstliebe und Eigenverantwortung ermächtigen sich Menschen selbst, ihr Leben zu führen. Ihr ganz Eigenes, nicht das, was sie bisher glaubten, führen zu müssen, weil alte Muster und hinderliche Glaubenssätze ihnen und ihrem Herzen im Weg gestanden haben.

Sie gewinnen Vertrauen zu sich selbst, erkennen mehr und mehr ihren Wert, ihre ganz eigene Schönheit. Damit erlangen sie Selbstbewusstsein. Das ist nicht das Selbstbewusstsein, welches sie vielleicht bisher mit Egoismus gleichgesetzt haben. Selbstbewusstsein meint hier, sie sind sich Ihrer bewusst, sie kennen ihre Gefühle, Emotionen und Gedanken und lernen mit diesen umzugehen. Sie treffen bewusst Entscheidungen. Ihr Ja wird zu einem JA, ihr NEIN wird respektiert, weil es ganz aus ihnen kommt. Da ist dann kein Vielleicht oder Jein mehr. Damit stehen sie für Klarheit und Authentizität. Dadurch werden sie gesehen und wahrgenommen. Nun wird ihr Blick frei, andere Menschen zu sehen und wahrzunehmen, weshalb sie weniger beurteilen und verurteilen werden – sie leben.  Sie kommen mehr und mehr in Frieden und Freiheit mit sich selbst und damit in Freude und Fülle.

7. Ich kenne kaum einen Coach mit so einer unbändigen Energie und positiven Ausstrahlung! Was ist dein Geheimnis?

Meine Verbindung zu Natur, zu Tieren, zu Mutter Erde und letztendlich zu “Gott”. Die Verbindung mit dem göttlichen kam mir nie abhanden. Durch diese Verbindung war ich überhaupt erst in der Lage, mein Leben zu führen und die zu werden, die ich heute bin.

Ich kenne das System der Schuld, des Mangels, der Angst, des Dramas, der Dunkelheit und ich weiß, wie man das überwinden kann. Ich glaube, Menschen spüren das. Die Überzeugung, dass in jedem Menschen eine Seele steckt. Das Bewusstsein, dass der Mensch fähig ist, vieles zu erleben und zu erfahren und trotzdem in der Liebe bleiben kann.

8. Was waren deine schönsten Erlebnisse in deiner bisherigen Laufbahn?

Als ich noch in meinem kaufmännischen Beruf gearbeitet habe, wenn ich Kunden glücklich machen konnte. Als “Heilerin” als ich mit einer Ponyherde gearbeitet habe und die Tiere, die etwas brauchten, eins nach dem anderen zu mir gekommen ist. Ein unvergessenes Erlebnis war auch, als ich einer Klientin in Zusammenarbeit mit ihrem Pferd, Selbsterkenntnis und damit Heilung ermöglichen konnte. Das Berührendste war meine erste Arbeit mit einem Pony. Dieses Tier hatte zu Anfang versucht mich zu treten, zu beißen, alles Ungemach der Welt hat dieses Pony auf mich projiziert und dann, nach der Behandlung, als es zu mir gekommen ist und einfach nur seinen Kopf an mich angelehnt hat. Das war magisch.

9. Welches Wort ist dein Wort des Jahres 2017?

ÜBERGANGSJAHR. Ein Jahr der Vorbereitung, der weiteren Heilung, des Aufbruchs, des Umbruchs und der inneren und äußeren Ordnung. Ein Jahr der Erkenntnisse, des Wachstums, auch ein Jahr der körperlichen Grenzen durch viel harte körperliche Arbeit. Ein Jahr der Umzüge (ja der Umzüge), der Trennungen und schlussendlich des Neuanfangs.

10. Schenke uns eine Lebensweisheit.

Das Universum arbeitet immer für dich.

11. Auf welche eigene Leistung bist du besonders stolz?

Immer noch hier zu sein, immer noch in der Liebe zu sein. Nie wirklich aufgegeben zu haben. Danke an meine Begleiter, tierischer, menschlicher oder geistiger Natur, die immer, wenn es richtig heftig wurde, mich streckenweise getragen haben. Meinem höherem Selbst oder meiner geistigen Begleitung oder beiden, die es nicht zugelassen haben, dass ich aufgebe und die mich so meisterhaft führen, obwohl mein Ego öfters mal völlig sinnfrei dazwischen funkt.

12. Hier kannst du drei Bücher loben. 

  • Der Schrei nach Leben – Martin Gray – ein erschütterndes Buch, welches berichtet, was Menschen alles überleben können.
  • Keiner Schlafe – Johanna Carlany – ohne dieses Buch, das ich über ein Jahrzehnt immer wieder mal gelesen habe, hätte ich meinem damaligen Mann nicht das Leben retten können.
  • Der Junge muss an die frische Luft – Hape Kerkeling – ein Buch, welches ich Januar 2017 verschlungen habe.

13. Wer sollte dich spielen, wenn dein Leben verfilmt würde?

Martina Gedeck – ich bin absoluter Fan dieser Schauspielerin. Bei ihr habe ich immer das Gefühl, dass der Dreck unter den Fingernägeln auch echt ist.

14. Worüber kannst du lachen?

Situationskomik, Loriot, Monika Gruber, Martina Schwarzmann, wenn meine Tiere Blödsinn machen, Schusseligkeit – die keine schmerzhaften Folgen hat.

15. Welches politische Projekt würdest du beschleunigt haben wollen?

Ach Gott, da sind so viele, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Da wäre aber vor allem mehr Gerechtigkeit, mehr Transparenz, weniger Bürokratie, ein anderes Schulsystem, eine andere Geldpolitik, tatsächliche Umweltpolitik und das Nachhaltigkeit nicht eine leere Worthülse ist, sondern tatsächlich gelebtes Handeln ist.

VIELEN LIEBEN DANK

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Claudia für die Beantwortung meiner Fragen. Ihre Internetpräsenz könnt ihr ebenso besuchen unter:

www.claudia-morgenroth.de

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2 Kommentare

  1. Mareike
    Februar 7, 2018 / 12:19 pm

    Interessantes Interview mal aus solch einer Sicht zu hören.
    Liebste Grüße

    • Februar 9, 2018 / 5:30 am

      Gerne und auch gerne auf ihrer Webseite vorbeischauen. Claudia würde sich sehr freuen!
      Liebe Grüße

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